Warum ich mich selbst behandeln lasse?

Ich schildere Ihnen mein erstes Mal „Botox™“:

Relativ widerwillig und nicht überzeugt von der Methode machte ich meine ersten Zertifizierungskurse für die Anwendung von Botulinum.

Am Ende einer dieser Kurstage sind die Modelle ausgegangen und es wurde nach „freiwilligen“ Kursteilnehmern gesucht, die sich für eine Behandlung zur Verfügung stellen. Da ich die Kursleiterin persönlich kannte, wandte Sie sich an mich und meinte: „Susanne, bei Dir zeichnet sich die Zornesfalte auch schon ab, Du wirst jetzt gespritzt!“

Bis ich überhaupt etwas erwidern konnte lag ich schon auf der Behandlungsliege. Man muss dazu sagen, dass ich ein sehr „natürlicher“ Typ bin und kosmetische Behandlungen jeglicher Art für mich selbst sehr fremd waren.

Ich war zu dieser Zeit gute Mitte Dreißig und die Kursleiterin hatte recht, es begannen sich zwei Linien an der Stirn abzuzeichnen, die sogenannte Zornesfalte. Anfänglich nur ab und zu, zum Beispiel nach Sonneneinstrahlung, zunehmend aber auch dauerhaft. Ich war noch nicht allzu sehr gestört, allerdings beobachtet man diese beginnenden Veränderungen im Gesicht natürlich schon etwas argwöhnisch. Auch die Krähenfüßchen, die am Anfang ja nur sogenannte Lachfältchen waren, zeichneten sich zunehmend dauerhaft auf den Wangen ab.

So war es also geschehen, ich war „gebotoxt“ und stand jeden Tag neugierig vor dem Spiegel und war gespannt was passiert. Da die Wirkung ja erst am 2-3 Tag einsetzt, war auch der ein oder andere skeptische Augenblick dabei „Oh Gott, wie wird das wohl ausschauen?“ oder „hoffentlich merkt keiner was“!

Die Wirkung hat eingesetzt, am Anfang ist es ein etwas seltsames Gefühl, wenn man nicht mehr so mürrisch schauen kann, aber eigentlich sehr befreiend, da man eben nicht mehr „so böse“ schaut, was ich vorher doch immer wieder mal von meinen Mitmenschen gehört hab. Das Hautgefühl in dem behandelten Areal ist vollkommen normal. Im Bereich der Krähenfüßchen hatte ich gar keine Auffälligkeiten bemerkt oder gefühlt, außer: die Fältchen waren weg! Auch die Zornesfalte ist verschwunden und ich fand’s dann doch recht schön und vor allem angenehm, weil dieses: warum schaust Du denn so grantig, habe ich seit dem nie wieder gehört! Man hört Sätze, wie zum Beispiel „warst Du im Urlaub, Du schaust so erholt aus?“, obwohl der letzte Urlaub schon länger her ist und man gerade viel Stress hat. Toll!

Dieser unfreiwillige Selbstversuch hat mich dann doch sehr von der Methode überzeugt. Auch das man merkt, die Wirkung lässt nach 4 Monaten langsam und vollständig wieder nach, hat mein Vertrauen in die Methode gestärkt.

Ich mache seit dem relativ regelmäßig alle 6 bis 8 Monate eine Botulinum-Behandlung und fühle mich sehr wohl damit. Die Angst vieler Patienten, ein Maskengesicht zu bekommen, kann ich immer sehr schnell nehmen, weil ich dann immer sage: Habe ich ein Maskengesicht? Die Patienten sagen dann: „Nein, aber sie sind ja noch so jung, sie brauchen ja noch keine Behandlung“, dann kläre ich sie über mein Alter und meine Behandlungen auf und die Angst ist meist genommen.

Ich kann also alle, die sich durch Ihre Fältchen und Falten gestört fühlen ermutigen, eine Behandlung mal auszuprobieren. Besser ist es natürlich, wenn die Falten noch nicht so ausgeprägt sind, denn wenn sich das Hautstrukturbild durch eine Falte verändert hat, kann man dies natürlich nicht mehr ändern.

Ziel ist es nicht, ewig jung auszuschauen, sondern erholt, frisch und natürlich entspannt auszusehen!